© Museum Kunstpalast Düsseldorf
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Aktuelle Ausstellung: CRANACH. Meister – Marke – Moderne

MUSEUM KUNSTPALAST zeigt ab 8. April 2017 große Cranach-Ausstellung im Reformationsjahr 2017.

DÜSSELDORF.  Noch nie öffentlich ausgestellte Cranach-Werke aus Privatsammlungen, z. B. ein Bildnis Martin Luthers (um 1532), „Lucretia“ (1537) oder „Alter Mann von Kurtisanen betört(?)“ (1537), selten gezeigte Tafelbilder wie das lange verschollene Tafelbild „Madonna mit Kind“ (um 1510) aus Breslau oder das selten ausgeliehene Tafelbild „Venus und Cupido“ (1509) aus der Eremitage, St. Petersburg, aber auch erstmals in Deutschland präsentierte sowie jüngst restaurierte Werke und eine Neuzuschreibung machen die Düsseldorfer Cranach-Schau auch für Kenner des Altmeisters zu einem besonderen Seh-Erlebnis. Aus dem eigenen Bestand des Museum Kunstpalast werden zwei Gemälde auf Holz, „Ungleiches Paar“ (um 1530), „Christus am Ölberg“ (um 1540), und neun Druckgrafiken Cranachs sowie vier weitere von Albrecht Dürer in der Ausstellung gezeigt.

Lucas Cranach der Ältere (1472-1553) zählt zu den bedeu­tendsten Malern der Deutschen Renaissance, war ein enger Freund Martin Luthers und beeinflusste Künstler über Jahr­hunderte. Als einer der Höhepunkte im Refor­ma­tionsjahr 2017 widmet das Museum Kunstpalast in Düsseldorf dem berühm­ten Wittenberger Maler vom 8. April bis 30. Juli die groß an­gelegte Werkschau Cranach. Meister – Marke – Moderne. Die Ausstellung nimmt Cranach den Älteren in seiner Gesamtheit und Modernität in den Blick und beleuchtet neben seinen Erfolgsstrategien den Einfluss des herausragenden Künstlers bis in die Kunst der Moderne und Gegenwart. Neueste Forschungsergebnisse offenbaren bislang unbekann­te Seiten dieses Ausnahmekünstlers.

Rund 200 Werke aus internationalen Museen und Sammlun­gen, darunter das Metropolitan Museum of Art in New York, die National Gallery in London, das Museo Thyssen-Borne­mis­za in Madrid, das Museum der Bildenden Künste in Budapest sowie das Nationalmuseum Stockholm, werden zum Höhepunkt der Lutherdekade 2017 in der Düsseldorfer Ausstellung zusammengeführt. Zu sehen sind hochkarätige Exponate wie die lebensgroße „Venus“ aus der Eremitage in St. Petersburg, „Christus und die Ehebrecherin“ aus Budapest und der sogenann­te Prager Altar, dessen erhaltene Fragmente für die Laufzeit der großen Schau in Düsseldorf vereint werden. Weitere bedeutende Tafelbilder, Zeichnungen und Drucke dokumentieren die maßgebliche Rolle Cranachs bei der Verbreitung der Reformation und sein geschicktes Agie­ren im Dienste der bedeutendsten fürstlichen Auftraggeber des 16. Jahrhunderts. In Gegen­überstellung mit Werken von Albrecht Dürer, Jacopo de´ Barbari oder Lorenzo Costa dem Älteren untersucht die Ausstellung Cranachs Position im Netzwerk der Künstler seiner Zeit.

Die Ausstellung folgt den Spuren Cranachs bis in die Kunst der Gegenwart und Moderne. Arbeiten u. a. von Pablo Picasso, Marcel Duchamp, Alberto Giacometti, Otto Dix, Andy Warhol oder Martial Raysse zeigen, welchen Einfluss Cranachs Bildsprache auf führende Wegbereiter der Moderne ausgeübt hat.

Neueste kunsttechnologische Forschungen und Archivrecherchen geben faszinierende Ein­blicke in die tägliche Praxis des produktivsten deutschen Malers im 16. Jahrhundert. Cranachs Gemälde zeugen von einem immensen Spektrum innovativer Bildlösungen und völlig neu­artiger Bildthemen, die der enge Weggefährte Martin Luthers im Spannungsfeld unterschied­licher Glaubensvorstellungen entwickelte und die sich innerhalb kürzester Zeit über den europäischen Kontinent verbreiteten.

Die Ausstellung nimmt den Besucher mit auf eine Zeitreise in die florierende Werkstatt des Malers und gibt spannende Einblicke in die künstlerischen Prozesse bei der Entstehung der Gemälde: Dank modernster Technik werden unter der Malschicht verborgene Unterzeich­nun­gen erstmals für die Besucher erschlossen. Sie geben unter anderem Auskunft über den enormen Reichtum an verwendeten Malmaterialien und die effiziente Arbeitsweise des Künst­lers. So entwickelte Cranach verschiedene Verfahren zur Ökonomisierung und Optimierung der Malprozesse, um seine Bilder in hoher Qualität und großer Anzahl produzieren zu können.

Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Köln und dem CRANACH DIGITAL ARCHIVE (siehe: www.lucascranach.org). Das Cranach Digital Archive ist das einzigartige, vom Museum Kunstpalast und der Technischen Hochschule Köln in Kooperation mit anderen Partnern initiierte und von der Andrew W. Mellon Foundation geförderte Forschungsprojekt, das sich seit 2009 der Erforschung des weltweit verstreuten Cranach-Œuvres widmet. Begleitet wird die Schau von einem hochkarätig besetzten wissenschaftlichen Beirat.     

Ein kostenloser Audioguide, verschiedene Medienstationen und ein vielfältiges museums­pädagogisches Begleitprogramm lassen die Zeit des großen Wittenberger Malers für die Besucher lebendig werden.

Ein umfangreicher Katalog zu CRANACH. Meister – Marke – Moderne, herausgegeben von Gunnar Heydenreich, Daniel Görres und Beat Wismer erscheint im Hirmer Verlag. Er umfasst 340 Seiten und ca. 320 Farbabbildungen.

Weitere Informationen: www.cranach2017.de

 

INFO

Museum Kunstpalast, Düsseldorf, hält für Anwohner von Cranachstraßen, Cranachwegen und Cranachplätzen deutschlandweit ein besonderes Vorteilsangebot bereit.

Düsseldorf. Die spektakuläre, von Medien und Besuchern hoch gelobte Schau CRANACH. Meister – Marke – Moderne in Düsseldorf erweist sich seit ihrem Start Anfang April als großer Publikumsmagnet. Nun gibt es für den Monat Mai ein Vorteilsangebot nur für die Anwohnerinnen und Anwohner von Cranach­straßen, Cranachwegen und Cranachplätzen.

Alle Menschen, die den Namen des Malers Cranach in ihrer Adresse nachweisen können, kommen bei einem Besuch zu zweit in den Genuss eines reduzierten Eintrittspreises. Bei Vorlage des mit Anschrift versehenen Personalausweises an der Museumskasse zahlen zwei Personen nur den Ticket-Einzelpreis: also bei einem Besuch wochentags statt 24 Euro nur 12 Euro, statt 28 Euro nur 14 Euro am Wochenende.

Diese Sonderaktion gilt nur im Monat Mai.

Diese Einladung ist eine gute Gelegenheit, die Kunst des Malers kennenzulernen, dessen Name mit der eigenen Adresse verbunden ist. Vielleicht ist diese Einladung zudem für den einen oder anderen auch eine willkommene Gelegenheit, sich gemeinsam mit den Nachbarn, Familie oder Freunden  zu einem Ausstellungsbesuch auf den Weg zu machen?

zum Thema: Kultur