Lichtdurchbruch über dem Hegau
Lichtdurchbruch über dem Hegau/ © Holger Spiering

Bodensee-Auszeit mit Klosteranschluss

Der Bodensee gilt als eine Wiege der Klosterkultur. Davon zeugen etwa die ehrwürdigen Klosterkirchen auf der Insel Reichenau. Direkt gegenüber, auf dem „Festland“, liegt das Kloster der Hegner Kreuzschwestern. In ihrem komfortablen Hotel verleben Gäste einen herrlichen Urlaub mit weitem Blick über den See. Zusätzlich haben sie die Gelegenheit, an Führungen durchs Kloster, Meditationen und Kursen teilzunehmen.

Über 200 Schwestern leben in Hegne, das zu Allensbach gehört. Der Ort ist stark geprägt durch ihr Wirken. Im Mittelpunkt der Klosteranlage steht das historische Schlösschen, das der Orden im 19. Jahrhundert erwerben konnte. Regelmäßige Klosterführungen geben einen Einblick in das Leben der Schwestern. Wer den Aufenthalt in Hegne für Auszeit, Kreativität und Besinnung nutzen möchte, kann aus einem umfangreichen Programm an Kreativkursen, Kontemplations- und Exerzitienangeboten auswählen: Vom Besinnungstag im Schweigen mit Schwester Edith über Exerzitien- und Pilgerangebote bis hin zum regelmäßigen Abendlob am See oder einfach der Teilnahme an den Stundengebeten der Schwestern.

Mit Rad und Schiff zu Klöstern und Kirchen der Region
Für Ausflüge auf klösterlichen Spuren hält die Tourismusorganisation außerdem die Broschüre BodenseeKirchenbesucher bereit, ein Führer zu den schönsten Klöstern und Kirchen der Unterseeregion. Mit Fahrrad und Kursschiff lassen sich viele der historischen Gemäuer von Hegne aus entdecken. So etwa gelangt man im Thurgauer Eschenz zur Mini-Klosterinsel Werd. Nur knapp 1,6 Hektar groß ist das Inselchen und bereits seit 7.000 Jahren bewohnt. Im frühen Mittelalter verstarb hier der später heiliggesprochene Otmar, eine kleine Kapelle ist ihm gewidmet. Heute leben Franziskanermönche auf der Insel. Nur einen Steinwurf von Eschenz entfernt findet sich in Stein am Rhein mit St. Georgen eine noch vollständige Klosteranlage aus dem Mittelalter. Von der romanischen Kirche über den Ess-Saal (Refektorium) bis hin zu den kleinen Mönchszellen über dem Kreuzgang: Beim Gang durch das Gebäude fühlt man sich Jahrhunderte zurückversetzt. Ein Ausflug sollte natürlich auch auf die Reichenau führen. Ehrwürdige Zeugen der Vergangenheit sind auf der Gemüse- und Weltkulturerbe-Insel die drei erhaltenen Klosterkirchen. Prachtvoll ausgemalt ist die älteste der drei, St. Georg. Gleich am Inseleingang thront das über tausendjährige Kirchlein über den Salatfeldern.

Angebote von Kloster und Hotel in Hegne
Als Übernachtungsstandort ist Hegne ideal. Mitten im Grünen gelegen, findet man per Regionalbahn schnellen Anschluss nach Konstanz, Radolfzell und Singen. Hotelgäste nutzen den öffentlichen Verkehr sogar kostenfrei. Das Hotel verfügt über komfortable klimatisierte Zimmer, eine Kapelle, Bibliothek und Meditationsräume, außerdem einen großzügigen Lobbybereich. Ein eigener Strand mit Badehaus steht ebenfalls zur Verfügung. Er ist nur einen kleinen Spaziergang entfernt.

© Hotel St. Elisabeth/ Holger Spiering
Fahrradfahrer im Klosterhof Hegne
zum Thema: Kultur