Blick vom nördlichen Unterseeufer auf die Insel Reichenau.
© REGIO Bodensee-Konstanz-Hegau e.V.

Raus und ans Wasser!

Der Bodensee ist gerade jetzt ein Sehnsuchtsziel. Die immense Wasserfläche beruhigt, die unverrückbaren Alpen und die Vulkane des Hegau geben ein Gefühl von Beständigkeit. Wasser ist hier ja wirklich allgegenwärtig. Und das nicht nur am und auf dem Bodensee. Ganz in der Nähe, im Hegau und am Bodanrück führen versteckte Pfade und gut beschilderte Wege an Flüsschen entlang, durch geheimnisvolle Schluchten und rund um verwunschene, kleine Seen. Wir stellen eine Auswahl der charmantesten Rad- und Wanderausflüge „mit Wasseranschluss“ am westlichen Bodensee zusammen.

Der Klassiker: Radeltrip am Seeufer entlang
Bei Radtouren am Bodensee zwischen der ländlichen Halbinsel Höri, dem gemütlichen Radolfzell und der Garten- und Klosterinsel Reichenau baumelt die Seele im Rhythmus der Pedaltritte. Die Traumlandschaft der Unterseeregion zieht immer wieder den Blick in ihren Bann. Da lohnt es sich, auch mal ab- und aufs Kursschiff umzusteigen. Völlig tatenlos versenkt man sich an Deck genüsslich in die Schönheit der Umgebung – mit weiten Blicken über den See, zu Alpen und zu Hegauvulkanen.
 
Verwunschen: Spaziergang am Mindelsee
Nur einen Steinwurf vom „großen“ Bodensee entfernt versteckt sich sein kleiner Bruder, der Mindelsee. Hier herrscht Ruhe pur. Durch blühende Wiesen und kühle Waldstücke, an Obstbäumen und gemütlichen Rastplätzen vorbei führt der Rundweg Spaziergänger und Wanderer am Fuß des Bodanrück auf knapp acht Kilometern durch eines der ältesten Naturschutzgebiete Baden-Württembergs. Übrigens lohnt es sich, vorab ein Fernglas in den Rucksack zu stecken, denn der Mindelsee ist Rückzugsort für seltene Vogelarten, die sich hier immer wieder gerne blicken lassen.

Donau undercover: Flussradweg zum Bodensee
Die wasserreichste Quelle Deutschlands ist der Aachtopf im Hegau. Er lässt echtes Donauwasser an die Oberfläche sprudeln. Wie kommt’s? Unterirdisch hat sich ein Teil der jungen Donau den Weg hierhin gebahnt und fließt unter dem Namen Aach in südlicher Richtung zum Bodensee. Per Rad lässt sich der Flusslauf bis zum Mündungsgebiet begleiten. Hier schlängelt sich das Wasser durch die weite Fläche des Radolfzeller Rieds bevor es sich in den Bodensee ergießt. 35 Kilometer lang ist die Strecke, die genüsslich immer höhenmeterabwärts führt. Empfohlener Boxenstopp: Das MAC Museum Art & Cars, das Automobile und Kunst zeigt und im Bistro gute Wegzehrung bereit hält.

© Tourismus- und Stadtmarketing Radolfzell GmbH, Kuhnle und Knödler
Allgegenwärtiges Wasser wie hier, in Radolfzell am westlichen Bodensee.

Einfach premium: Bachlauf auf dem Krebsbachputzer
Munter plätschert der Krebsbach seitlich des Wegs, der mitten durch den Wald stetig bachaufwärts führt. Vom Ausflugsziel Lochmühle nahe Eigeltingen geht es hinauf zum Schwedenkreuz und übers Kohltal am Reschberg zurück – eine gemütliche Tagesstrecke von 13 Kilometern auf prämiertem Weg. Denn der „Krebsbachputzer“ ist einer der Premiumwanderwege des „Hegauer Kegelspiels“. Herrliche Blicke über den westlichen Teil des Bodensees bis zu den Hegauvulkanen sind den Wanderern an den Aussichtspunkten sicher.

Geheimnisvolle Schluchten in Tengen und Öhningen
Unterhalb der Stadtmauern von Tengen ergießt sich der Mühlbach in mehreren Fallstufen durch die gleichnamige enge Schlucht. Sie ist mit einem Weg über Stiegen und Stege erschlossen und kann auf einem leichten Rundweg besucht werden. Die höchste Fallstrecke des Baches beträgt 13 Meter  – ein beachtliches Schauspiel. Wildromantisch ist auch die Klingenbachschlucht, die etwas versteckt hinter dem am Untersee liegenden Öhningen liegt. Die Spaziergänger balancieren hier immer wieder über Brücken und Stege – insbesondere für Kinder ein echter Spaß.

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