Stadt des Lichts: München im Frühling

Zugegeben, das Wetter ist im Augenblick noch recht kalt und unbeständig. Aber die Tage werden wieder länger und damit kommt das Licht mit voller Kraft zurück. Wer Farbe, Wärme, Genuss spüren will, ist in München genau richtig. Über keiner anderen deutschen Stadt scheint die Sonne öfter: 1.756 Stunden im Jahr und besonders schön im Frühling. Schon beim ersten Sonnenstrahl sitzt man draußen vor den Cafés und zelebrieren die Leichtigkeit des Seins. Und Licht steht noch für viel mehr: Es kann Kunst sein, Symbol für helle Köpfe und kreative Macher und es setzt in Szene, was man bislang nicht kannte. Im Folgenden finden sich sechs Ideen für eine Frühlingsreise nach München.

Ein Magier des Lichts
Ingo Maurer (1932–2019) sagte, dass gutes Licht glücklich macht. Papier, Porzellan, Plastikmäuse - der Münchner brachte alles zum Leuchten. Seine „Bulb“, die im Jahr 1966 entstand, gilt als Meilenstein in der Geschichte modernen Designs: eine Lampe in Form einer gläsernen Glühbirne. Über 80 Objekte, Modelle und Fotografien des Lichtdesign-Pioniers sind aktuell bis zum 18. Oktober 2020 in der Ausstellung „Ingo Maurer intim. Design or what?“ in der Pinakothek der Moderne zu sehen, von frühen Entwürfen bis hin zu aktuellen Leuchten. Als Teil des Begleitprogramms können Besucher das Ingo Maurer-Team auch auf Licht-Stadtführungen begleiten.

Munich Creative Business Week (MCBW)
Neun Tage lang Design in all seinen Facetten erleben, ausprobieren und verstehen, das verspricht die Munich Creative Business Week. Vom 7. bis 15. März 2020 präsentiert sie München erneut als äußerst lebendige Designmetropole. Die mehr als 200 Veranstaltungen richten sich gleichermaßen an Design-Experten und Design-Interessierte. Viele Veranstaltungen sind kostenfrei und ohne Voranmeldung zugänglich. Der Konzeptkünstler Jan Kuck entwarf eigens für die MCBW eine Lichtinstallation zum Thema „DESIGN! or NO SIGN?“, die vom 19. Februar bis 16. März 2020 am Siegestor auf der Leopoldstraße zu sehen ist.

München als Street Art Mekka
Believe it or not: München war Vorreiter der deutschen Graffiti-Szene. Als die Welle zu Beginn der 1980er Jahre von New York aus auf den Kontinent überschwappte, legten die Münchner noch vor den Berlinern los. Bei einer geführten Tour mit dem Rad oder zu Fuß erfährt man alles über urbane Straßenkunst in München. Wer noch ein bißchen mehr sehen möchte, geht ins MUCA - Deutschlands erstes Museum für Urban and Contemporary Art.

© obs/München Tourismus/Thies Janknecht
Werksviertel-Mitte München - Container Collective

Zukunftsvisionen hinter dem Ostbahnhof
Das Werksviertel am Ostbahnhof will ein Stadtviertel der Zukunft sein. Im Herzen des neu entstehenden Stadtteils liegt das Werksviertel-Mitte, das ehemalige Pfanni-Gelände auf dem Kartoffeln zu Knödeln und Püree verarbeitet wurden. Hier entwickelt sich bereits ein lebendiges Stadtquartier mit Loft-Büros, Künstlerateliers, zahlreichen Live-Bühnen, Wohnungen, Bars und Restaurants. Regelmäßige Führungen geben einen Einblick ins Viertel. Bis das neue Münchner Konzerthaus hier fertiggestellt ist, wird das Gelände als Standort für Hi-Sky München genutzt, das größte transportable Riesenrad der Welt. Seit Januar begrüßt die neue Quatsch Comedy Club-Bühne Stand-Up-Comedy-Freunde im Werksviertel-Mitte.

Glanz und Glamour
Seit Jahrzehnten glänzen starke Frauen in seinen glamourösen Roben. In der Kunsthalle München wird nun das OEuvre von Thierry Mugler (* 1948) gewürdigt: Zum ersten Mal wird das Werk des Designers, Regisseurs, Fotografen und Parfümeurs in einer Ausstellung präsentiert. Vom 3. April bis zum 30. August 2020 sind fast 150 Kreationen, unpubliziertes Archivmaterial und Werke des weltberühmten Fotografen zu sehen, die zeigen, wie der Franzose die Welt der Couture revolutionierte. Mode hat in München Tradition, gleich drei renommierte Modeschulen bilden hier neue Talente aus. Am 10. März verleiht die Landeshauptstadt München zum dritten mal den Münchner Modepreis, um den Modedesignnachwachs zu fördern. 

Visionär und Märchenkönig
Er wurde vor 175 Jahren geboren und zum unsterblichen Mythos. Um Ludwig II. (1845–1886) ranken sich viele Legenden. Dass der Bayernkönig ein Visionär und Förderer von Technik war, wissen die wenigsten. Auch der Beiname „Märchenkönig“ geht auf Ludwigs Liebe zur Technologie zurück. Wie es dazu kam? Das erfährt man in den Schlössern in Nymphenburg und auf Herrenchiemsee. Wer speziell am Thema Licht interessiert ist, der kann zwischen 6. März und 12. Mai an speziellen Lichtführungen in Schloss Nymphenburg und der Residenz München teilnehmen. Alle Termine und mehr Infos unter www.einfachmuenchen.de.

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